Korrosionsschutz, Haltbarkeit und Wartung
Korrosionsschutzsysteme im Vergleich
Unter Verzinken versteht man das Aufbringen einer Zinkschicht insbesondere auf Stahl, um damit einen langfristigen Korrosionsschutz zu erzielen. projekt w arbeitet aufgrund der Vorteile ausschließlich mit einer Stückverzinkung (Tauchfeuerverzinkung) gemäß DIN EN ISO 1461. Dabei wird jedes Bauteil direkt nach der Herstellung separat in ein Zinkbad getaucht. Um den hochwertigen Korrosionsschutz sicher zu stellen, erfolgen sämtliche Bearbeitungsschritte wie Schneiden, Schweißen, etc. vor der Verzinkung.
Im Wesentlichen haben sich zwei Systeme durchgesetzt:
Stückverzinkung (Tauchfeuerverzinkung) gemäß DIN EN ISO 1461
Geeignet für Bauteile mit Schweißverbindungen sowie Anlagen, die freier Bewitterung ausgesetzt sind.
Beim Feuerverzinken wird jedes Bauteil nach dem Produktionsvorgang gereinigt und separat in eine ca. 450 Grad warme Zinkschmelze getaucht. Dabei reagieren Eisen und Zink zu einer – je nach Materialstärke – bis zu 70 µm starken Zinkschicht. Die gesamte Oberfläche erhält dabei einen Zinküberzug.
Unter normalen atmosphärischen Bedingungen schützt eine Feuerverzinkung mehr als 40 Jahre vor Korrosion. Bei höherer Belastung (Industrie- oder Meeresluft) beträgt die Schutzdauer meist mehr als 25 Jahre.
Da der Zinküberzug eine Legierung mit dem Stahl eingeht, ist er unlösbar mit dem Stahl verbunden. Mechanische Beanspruchungen hinterlassen keine Beschädigungen. Durch das Tauchverfahren werden auch schwer zugängliche oder verdeckte Bereiche sowie Ecken und Kanten zuverlässig geschützt. Da keine weiteren Produktionsschritte folgen, ist das Material allseitig geschützt.
Eine Feuerverzinkung ist über die Nutzungsdauer wartungsfrei – es fallen keine Folgekosten an.
Bandverzinkung (Sendzimirverzinkung) gemäß DIN EN 10 142
Geeignet für Bauteile ohne Schweißverbindungen und/oder bis zu 2 mm Materialstärke ohne Witterungseinflüsse.
Bei der Sendzimirverzinkung wird bandförmiges Material (meist Bleche) durch Eintauchen in flüssiges Zink mit einer bis zu 20 µm dicken Zinkschicht überzogen. Erst nach dem Tauchbad wird das Material in seine endgültige Form (Kantprofile o. ä.) gebracht. Beim Zuschnitt wird der Korrosionsschutz im Bereich der Schnittkanten zerstört. Bei Blechdicken bis 2 mm verhindert die kathodische Schutzwirkung eine weiter gehende Unterrostung in diesen Bereichen.
Durch die geringe erzielbare Zinkschicht beschränkt sich der Einsatz von derart verzinktem Material auf trockene Innenräume. Hier ist die jährliche Zinkabtragung und ein Korrosion (Rostbildung) im Bereich der Schnittkanten zu vernachlässigen. Mit einer Bandverzinkung lässt sich kein ausreichender Schutz gegen Bewitterung oder aggressive Umgebungsluft erzielen.
Über projekt w
projekt w ist ausgewiesener Spezialist und Marktführer im Bereich Systeme aus Stahl.
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